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Unfruchtbare Tage – wann im Zyklus sind sie?
Die unfruchtbaren Tage im Zyklus einer Frau sind die Zeiten, in denen keine Befruchtung stattfinden kann – entweder weil der Eisprung noch nicht stattgefunden hat oder weil dieser bereits vorbei ist. Grundsätzlich lässt sich der weibliche Zyklus in drei Phasen einteilen:
- die unfruchtbare Phase vor dem Eisprung
- die fruchtbaren Tage rund um den Eisprung und
- die unfruchtbare Phase nach dem Eisprung.
Die unfruchtbaren Tage vor dem Eisprung beginnen mit dem ersten Zyklustag (Start der Periode). In den ersten Tagen ist eine Schwangerschaft zwar unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen. Bei sehr kurzen oder unregelmäßigen Zyklen besteht die Chance, bereits während der Periode schwanger zu werden. In diesen Fällen sind es nur sehr wenige unfruchtbare Tage am Zyklusbeginn.
Die meist längere unfruchtbare Phase liegt nach dem Eisprung. Wenn keine Befruchtung stattgefunden hat, beginnt die sogenannte Lutealphase. Diese dauert im Schnitt 10 bis 16 Tage bis zur nächsten Periode. In dieser Phase ist keine Empfängnis mehr möglich – sie gilt als zuverlässig unfruchtbar.
Unfruchtbare Tage am Zyklusanfang
Die erste Phase der unfruchtbaren Tage beginnt mit der Monatsblutung und endet bis zu fünf Tage vor dem Eisprung. Die fertilen Tage ergeben sich durch die Befruchtungsfähigkeit der Eizelle und die Lebensdauer der Spermien. Diese können bis zu 5 Tage im Körper der Frau überleben.
Unfruchtbare Tage nach dem Eisprungtag
Nach den befruchtungsfähigen Tagen beginnt die nächste Phase mit unfruchtbaren Tagen. Sie beginnt nicht direkt mit der Ovulation – da die Eizelle noch bis zu 24 Stunden befruchtungsfähig ist. Sobald der Eisprung aber stattgefunden hat, kann man zwei Tage später mit den unfruchtbaren Tagen planen bis zum nächsten Zyklusstart. Die unfruchtbaren Tage in der zweiten Zyklushälfte können 10 bis 16 Tage anhalten.
Unfruchtbare Tage berechnen: So funktioniert’s!
Mit natürlichen Methoden wie beispielsweise der Natürlichen Familienplanung (NFP) kannst Du zuverlässig berechnen, wie viele unfruchtbare und fruchtbare Tage Du je Zyklus hast. Am besten wendest Du eine Methode an, die eine Kombination aus zwei Körper-Symptomen zur Berechnung anbietet.
Die Symptothermale Methode schliesst zwei sichere Symptome ein: Die Basaltemperatur sowie den Zervixschleim. Die Temperatur gilt dabei als sicheres Anzeichen, dass ein Eisprung stattgefunden hat.
Die Beschaffenheit Deines Zervixschleims wiederum gibt Hinweise auf einen bevorstehenden Eisprung. Zusammengefasst hat man also ein Symptom, das auf die Ovulation hinweist und eines, das sie danach bestätigt.
Die nachfolgende Grafik zeigt die drei Phasen exemplarisch anhand eines 27-Tage-Zyklus. Die unfruchtbaren Phasen liegen hier
- von Tag 1 bis Tag 11 sowie
- von Tag 18 bis 27.
Die beiden Kurven zeigen den Temperaturanstieg an Tag 17 und den LH-Peak an Tag 15. Genau wie der Zervixschleim seinen Höhepunkt vor der Ovulation hat, weist auch das Hormon LH seinen Peak davor auf.

Wann sind die unfruchtbaren Tage?
Die zweite unfruchtbare Phase im Zyklus kann anhand der Basaltemperatur zuverlässig bestimmt werden. Die unfruchtbare Zeit am Zyklusanfang ist allerdings schwerer zu bestimmen. Hier ist es wichtig, den eigenen Zyklus regelmässig zu tracken.
Mit cyclotest mySense die unfruchtbaren Tage berechnen
Mit cyclotest mySense können zwei Eisprung-Symptome ausgewertet werden:
- Basaltemperatur und LH oder
- Basaltemperatur und Zervixschleim
Zyklus-Tracking mithilfe von Anzeichen, die der eigene Körper aussendet, bietet den grossen Vorteil, dass hier jeder Zyklus mit seinen Besonderheiten berücksichtigt wird. Bei einfachen Eisprungrechnern und Kalender-Apps ist das nicht der Fall. Hier wird mit durchschnittlichen Zykluslängen gearbeitet.
Auch und erst recht bei einem unregelmässigen Zyklus muss die infertile Phase sorgfältig anhand von auswertbaren Symptomen bestimmt werden, da sie hier nicht ansatzweise anderweitig bestimmt werden kann. Hier gilt: Die Zeiträume und Zeitpunkte der einzelnen Symptome mögen sich vielleicht ändern, die Symptome selbst bleiben aber gleich und sind daher auch messbar.
Zusätzlich können Faktoren wie Stress, Prüfungen, Krankheiten oder Medikamente Deinen Zyklen und somit das Timing Deiner unfruchtbaren Zeiten beeinflussen.
Quellen:
- Malteser Arbeitsgruppe NFP (Hrsg.): Natürlich und sicher. Das Praxisbuch. 18. Auflage. Stuttgart 2011.
- Diedrich, K. et al.: Gynäkologie und Geburtshilfe. 2. Auflage. Heidelberg 2007.

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