Libido im Zyklusverlauf

Libido im Zyklusverlauf

Warum Deine Lust nicht immer gleich ist

Mal mehr Lust, mal weniger – Dein sexuelles Verlangen kann sich im Laufe Deines Zyklus verändern. Wir zeigen Dir, wie Menstruation, Follikelphase, Eisprung und Lutealphase Deine Libido beeinflussen können und welche Faktoren zusätzlich eine Rolle spielen.

Zuletzt aktualisiert am 22.08.2026

Das sexuelle Verlangen kann sich während dem Zyklus verändern. Mal hat man mehr Lust, mal weniger. Das ist ganz normal und liegt, wie soll es auch anders sein, an unseren Hormonen. Wenn Du wissen möchtest, wie es anderen geht,
nimm an unserer Abstimmung teil.

Was ist die Libido?

Der Begriff Libido kommt aus dem lateinischen und bedeutet grob übersetzt „sexuelle Lust“. Die Libido beschreibt somit unser Verlangen nach Sex.

Warum verändert sich das sexuelle Verlangen während des Zyklus?

Hast Du Dir schon einmal Deine Libido in einem Kalender notiert, dann konntest Du eventuell ein Muster erkennen. Denn bei Frauen mit einem natürlichen Zyklus verändert sich die sexuelle Lust in den verschiedenen Zyklusphasen. Fundierte wissenschaftliche Erklärungen gibt es nicht, es wird jedoch vermutet, dass es mit unseren Hormonveränderungen zusammenhängt, vor allem mit dem Hormon Östrogen.1 Aber auch andere Hormone, wie Progesteron, LH, FSH, beeinflussen und steuern unseren Zyklus und haben somit beispielsweise Auswirkungen auf unsere Stimmung. Erfahre mehr über Hormone & Zyklus. Wie sich die Lust im Zyklus verändert, erfährst Du in den folgenden Abschnitten.

Zusammenhang Östrogenkonzentration und Libido

Zusammenhang Östrogenkonzentration und Libido

Libido und Körpergefühl: Warum Selbstwahrnehmung die Lust beeinflussen kann

Libido entsteht nicht nur durch Hormone, sondern auch dadurch, wie wohl Du Dich gerade in Deinem Körper fühlst. Manche Frauen fühlen sich rund um den Eisprung besonders energiegeladen, attraktiv oder selbstbewusst. Andere nehmen ihren Körper während der Menstruation oder in der PMS-Zeit sensibler wahr und haben dann weniger Bedürfnis nach Nähe oder Sex.
Auch körperliche Signale wie Brustspannen, Unterleibsschmerzen, Blähbauch, Müdigkeit oder Hautveränderungen können Einfluss auf das Lustempfinden haben. Das bedeutet aber nicht, dass mit Dir oder Deiner Libido etwas „nicht stimmt“. Vielmehr zeigt es, wie eng Körper, Zyklus und sexuelles Verlangen miteinander verbunden sein können.
Hilfreich kann es sein, nicht nur die Libido selbst zu tracken, sondern auch begleitende Beobachtungen: Wie ist Deine Stimmung? Fühlst Du Dich fit oder erschöpft? Hast Du Schmerzen, Stress oder besonders viel Energie? Nach einigen Zyklen erkennst Du vielleicht, ob Deine Lust eher mit bestimmten Zyklusphasen, Deinem Körpergefühl oder äusseren Faktoren zusammenhängt. So lernst Du Deinen Rhythmus besser kennen und kannst liebevoller mit Phasen umgehen, in denen die Lust mal stärker oder schwächer ist.

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Libido während der Menstruation

Zu Beginn des Zyklus ist der Östrogenspiegel in unserem Körper noch gering, was unsere Lust in Grenzen hält.

Bei Männern funktioniert die Libido anders als bei uns Frauen. Sie verspüren kaum hormonelle Veränderungen, deshalb kann es hilfreich sein, seinem Partner von den Schwankungen der Libido zu berichten. So kann er Verständnis zeigen, wenn Du mal keine Lust hast.

Libido in der Follikelphase

Nach der Menstruation steigt die Konzentration von Östrogen an, die fruchtbare Phase im Zyklus beginnt, eine erhöhte Libido wird wahrgenommen. Natürlich liegt es in der Natur, dass wir uns fortpflanzen sollen, deshalb ist es kein Wunder, dass unser sexuelles Verlangen gerade während unserer fruchtbaren Tage am grössten ist.

Libido in der Eisprungphase

Kurz vor und am Eisprungtag stellen viele Frauen ein gesteigertes sexuelles Verlangen fest. Die Konzentration von Östrogen erreicht ihren Höhepunkt. Die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, ist in dieser Phase am höchsten.

Libido in der Lutealphase

In der 2. Zyklushälfte, nach dem Eisprung, vermindert sich die Lust auf Sex bei Frauen häufig wieder, da der Östrogenspiegel fällt.1 Zusätzlich können PMS-Symptome auftreten, die unsere Stimmung verschlechtern und uns körperlich einschränken.

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Tracke Deine Libido mit cyclotest mySense

Du willst wissen, ob und wie sich Deine Libido verändert? Dann tracke neben Deinen Eisprung-Symptomen Dein sexuelles Verlangen in der cyclotest mySense-App. Nach mehreren Zyklen wirst Du vielleicht erkennen, dass Dein Lustempfinden in Deiner fruchtbaren Phase am stärksten ist.

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Was beeinflusst die Libido?

Wie bereits zu Beginn erwähnt, beeinflussen nicht nur unsere Hormone die Libido. Vor allem die Zufuhr von künstlich hergestellten Hormonen kann die Libido stark beeinflussen. Ein gutes Beispiel hierfür: die Antibabypille. In den meisten Beipackzetteln wird unter möglichen Nebenwirkungen der Pille Libidoverlust aufgezählt. Da die Einnahme der Pille in den meisten Fällen bereits in der Pubertät beginnt, gehen viele junge Frauen davon aus, dass eine geringe Libido natürlich ist. Erst nach dem Absetzen der Pille freuen sich viele über eine erhöhte Libido und oftmals über weitere positiven Veränderungen.

Neben hormonellen Verhütungsmitteln können auch Medikamente wie beispielsweise Norethisteron die Libido negativ beeinflussen, denn auch sie funktionieren mit künstlich hergestellten Hormonen. Norethisteron wird vorwiegend bei Beschwerden in den Wechseljahren eingenommen, aber auch wenn die Periode verschoben werden soll. Es handelt sich dabei um ein künstlich hergestelltes Gestagen. Aber auch Erkrankungen wie Hashimoto können Einfluss auf das sexuelle Verlangen haben.

 


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Die Konzentration des LH-Hormons steigt kurz vor dem Eisprung an.

LH (Luteinisierendes Hormon)

Das Luteinisierende Hormon oder kurz LH spielt eine wichtige Rolle im Zyklusverlauf der Frau. Das LH-Hormon wird dabei von der Hirnanhangdrüse ausgeschüttet und ins Blut abgegeben. Das Sexualhormon ist zudem der Auslöser für den Eisprung.


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